Tag 1: Kvikkjokk – Pårtestugan

Eingehen auf dem Kungsleden (16 km, 420 Hm)

Die Anreise nach Kvikkjokk verläuft reibungslos. Nach Ankunft meines Fluges um 17:30 Uhr hole ich mir meinen Mietwagen, kaufe Gaskartuschen und fahre noch bis Jokkmokk. Dort übernachte ich im Arctic Camp.

Am nächsten Morgen fahre ich die letzten 100 km und parke am Wanderparkplatz in Kvikkjokk. Jetzt gilt es noch die letzten Ausrüstungsentscheidungen zu treffen: Lange Unterhosen? Die gute Arcteryx Goretex-Jacke oder die UL von Outdoor-Research? Ich entscheide mich gegen die Unterhosen und für die leichte Jacke. Schließlich ist Hochsommer und die Wettervorhersage klingt auch gut. Wenngleich der Wetterbericht in diesem Gebirge meist unbrauchbar ist, sollte meine Entscheidung doch richtig sein.

Die Fjällstation in Kvikkjokk

Dann mal los Richtung Aktse. Fühlt sich alles ganz gut an. Der Rucksack ist nicht leicht, aber auch nicht wirklich schwer. Der Weg führt durch Fichtenwald. Nach wenigen Kilometern geht es gleich über Bohlenplanken.

Dann treffe ich auf ein Pärchen mit Moskitonetzen über dem Kopf und komplett vermummt in ihrer Regenkleidung. Entweder sind die übersensibel oder die Mückenschwärme fallen gleich über mich her… Nach 9 km komme ich an der Abzweigung nach Parek vorbei. Wenn alles glatt geht, komme ich hier in 9 Tagen wieder aus dem Sarek heraus. Wie ich mich dann wohl fühlen werde?

Am See Stuor Dáhtá der erste Blick auf Sarek-Berge. Der Wind bläst ohne Ende. Erinnert mich stark an Föhn in den Alpen. Vermutlich wirkt der Sarek als Barriere nach Westen. Das ist östlich des Sarek vorteilhaft, im Sarek aber eher schlecht, wenn sich die Bewölkung dort staut.

Langsam zieht der Rucksack an meinen Schultern. Ich bin schon ziemlich müde und das nach 15 km. Ich bin froh als ich die Partestugan-Hütten erreiche.

Dort ist einiges los. Das Zelten bei der Hütte kostet 20 EUR. Das ist mir deutlich zu teuer und zu voll und ich finde etwa 500 m weiter nur wenige Meter vom Kungsleden entfernt einen geschützten Lagerplatz.

Abends im Zelt widme ich mich der weiteren Planung der Tour. Ich habe Karte und Führer im Rucksack. Beim Studium des Führers wird mir klar, dass es mit dem Abkürzen wohl nicht so einfach wird: Das Rapadalen bzw. der Fluß Rapaälvs ist im Weg. Schon auf der Karte wirkt der Fluß riesig, den möchte ich nicht furten müssen. Wie konnte ich das übersehen? Die Nacht wird eher unruhig. Der Wind rüttelt an meinem Zelt.

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