Bericht vom IM 70.3 St. Pölten

Na bitte, ich bin während des gesamten Wettkampfes kein einziges Mal nass geworden! Nicht mal beim Schwimmen, da es abgesagt wurde 🙁 Die Wassertemperatur von 15,5 Grad war zwar gerade so im erlaubten Bereich, aber in Kombination mit den 5 Grad Lufttemperatur wollte der Veranstalter das Risiko von Unfällen nicht eingehen.

Die noch leere Eventarena mit dem Zielbereich, der 5 mal zu durchlaufen war

Doch zu meinem Rennen: Während letztes Jahr bei meiner ersten Mitteldistanz das Durchkommen im Vordergrund stand, ging ich in St. Pölten mit einer gewissen Respektlosigkeit an den Start, schließlich bewältige ich diese Strecke seit der BUILD-Phase praktisch jede Woche in Donnerstags-Training. Insofern wollte ich eine gute Zeit erzielen und da kam mir der anfängliche Rückenwind auf dem Autobahnabschnitt sehr entgegen bzw. eben nicht 😉 Bei Böen bis 60 km/h fuhr ich auf den ersten 20 km einen 45er-Schnitt, allerdings war es dabei nicht leicht, das Rad immer geradeaus zu lenken, denn teilweise kam der Wind auch von der Seite. Trotzdem ein Riesenspaß!

Natürlich war klar, dass auf einem Rundkurs auch irgendwo Gegenwind sein muss. Der traf uns dann im Donautal mit aller Härte. Hier zählte jeder Quadratmillimeter Angriffsfläche und mir taten die Fahrer leid, die mit einem normalen Rennrad unterwegs waren. Nach wenigen Kilometern fuhr ich in einer kleinen Gruppe mit Michi und Robert und wir überholten uns immer wieder gegenseitig. Beim Triathlon ist zwar ein Abstand von 10 m vorgeschrieben, aber bei diesem Wind, war selbst dabei immer noch ein wenig Windschatten spürbar. Am langen Anstieg bei Aggsbach musste ich die beiden dann leider zurücklassen, mir ging es nämlich immer noch blendend und ich konnte meine Ortskenntnisse ausspielen, die ich hier vor 3 Wochen erworben hatte. Auf der Rückfahrt nach St. Pölten galt es dann noch einige haarige Seitenwindpassagen zu überstehen, selbst abgestellte Traktoren oder Anhänger produzierten so massive Wirbelschleppen, das man wieder kaum geradeaus fahren konnte. Hier mein Track.

Das Laufen ging ich dann mal wieder etwas zu schnell an. Ich habe mit dem Übergang Rad-Laufen nie Probleme und bin meist nach 500 m schon im Laufrythmus. Plan war eine 4:45/km bzw. war das so meine Wunschvorstellung und die konnte ich auch bis km 13 durchhalten. Dann kam der Mann mit dem Hammer, der mich ein oder zweimal traf, aber bei km 15 hatte ich mich wieder gefangen und war wieder im Plan. Ich musste dabei mehrfach an die „Hysterie meines Körpers“ denken, einen Begriff den Joey Kelly in seinem Buch geprägt hat, und das ganze war eine reine Willenssache. Auf den letzten beiden Kilometern ging mir aber dann wirklich die Puste aus. Mein Zieleinlauf sieht zwar recht locker aus, aber mein Körper war schon sehr hysterisch 😉 Besonders witzig auch der Typ hinter mir, der wohl kurz vor der Ziellinie erkennt, dass ihm noch eine Runde fehlt und umkehrt…

Alles in allem bin sehr zufrieden, da ich meine Halbmarathon-Bestzeit von 1:46:05 auf 1:39:39 verbessern konnte, wobei die noch aus einem Einzelwettkampf dem Münchener Stadtlauf von 2008 stammt. Der große Wunschtraum 1:29:59 liegt  zwar noch 10 min weg, aber beim Halbmarathon in 2 Wochen in Augsburg könnte das ein realistisches Ziel sein, wenn ich vorher nicht auch noch 90 km Radfahren muss.

Über Frohnleichnam steht unsere Radfahrt München-Venedig an, bei der ich in 3 Tagen 500 Radkilometer sammeln wollte. Allerdings scheint das Wetter nicht mitzuspielen und wird müssen uns Alternativrouten überlegen. Einen separaten Blog dazu gibt’s ab Donnerstag unter https://www.paessefahrt.de/blog/category/muenchen-venedig-2013/

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